Pfarre Vordernberg

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Geschichte

Vordernberg selbst entstand aus einer bäuerlichen Siedlung am Südhange des Präbichls.
Der Name Vordernberg taucht erstmals in einer Urkunde vom 12. März 1314 auf, als Herzog Friedrich der Schöne den Eisenerzeugern südlich des Erzberges verbot, ihr Eisen anderswohin zu liefern als nach Leoben.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts setzte dann eine rechtliche und wirtschaftliche Trennung der beiden Eisenorte ein. 1453 verlieh Kaiser Friedrich III Vordernberg das Marktwappen und verbriefte das Marktrecht.
Vordernberg wurde über Jahrhunderte eines der bekanntesten Zentren der Eisenherstellung. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts lassen sich am Vordernberger-Bach 14 Radwerke nachweisen. Da bis auf wenige Ausnahmen die Radmeister ihren Wohnsitz in der Nähe ihrer Schmelzhütten nehmen mussten, entstanden im Ort zahlreiche Herrenhäuser, die noch heute ganz besonders das Ortsbild von Vordernberg prägen.

Da die Siedlung im Wesentlichen bei der Kirche im oberen Ortsteil verblieb, entstand eine Zweiteilung des Ortes, wobei das religiöse Zentrum des Ortes zu jener Zeit in diesem Bereich lag. Die zur Zeit der Markterhebung im unteren Ortsteil erbaute Kapelle zu unserer lieben Frau, wurde erst im Jahre 1830 zur Pfarrkirche ernannt.

Die über Jahrhunderte hinweg immer wieder von Feuersbrünsten heimgesuchte frühere Pfarrkirche – zuerst der hl. Elisabeth und später dem hl. Laurentius geweiht, war lange Zeit Ziel von Wallfahrern aus der ganzen Umgebung, die beim wundertätigen Kreuz Hilfe in Notlagen und Krankheiten erhofften, besucht. Sie hat in der Vergangenheit vieles überdauert und ist heute wieder ein ruhiger Ort der Besinnung.